Unsere Geschichte mit User Stories
So wie vor 10 Jahren Use Cases “modern” waren, sind es jetzt “User Stories”.
Schon früh hat es pointierte Aussagen gegeben wie “Use Cases haben der Software-Industrie in Summe mehr geschadet als genützt.” Gemeint war damals, dass es mehr schadet, als es nützt, wenn man Use Cases “schreibt”, indem man bloß eine Use-Case-Vorlage ausfüllt - stur beim ersten Formularfeld beginnend, bis in jedem Feld etwas steht.
Dieses Problem haben User Stories nicht, weil sie von ihrer Schriftform her noch viel kürzer sind als Use Cases.
Aber man sollte nicht meinen, dass es für den Autor von User Stories durch die Kürze leichter würde…
Wir praktizierten seit den frühen 2000-er Jahren agile Software-Entwicklung und kamen dabei mit Leuten wie Mike Cohn in Kontakt. Mike Cohn schrieb im Jahr 2004 sein Buch “User Stories Applied” (ISBN 0321205685) und im Jahr 2005 dann “Agile Estimating and Planning” (ISBN 0131479415).
Was Mike Cohn so schrieb und vortrug passte gut zu unseren Erfahrungen. Vieles aus unserer Use Case-Geschichte war uns sehr hilfreich.
Seit diesen Jahren verwenden wir User Stories tagein-tagaus. Manchmal mit etwas mehr Zeremonie (von der Vorgehensweise und vom Textausmaß), oft mit weniger Zeremonie.

