Unsere Use Case-Geschichte

Ich, Christoph Steindl, habe Use Cases erstmals Anfang der 90-er Jahre eingesetzt. Rückblickend betrachtet müsste ich heute sagen, dass ich sie damals ziemlich missverstanden habe.

Erst in den Jahren 2000 bis 2001 lernte ich,

  • was Use Cases wirklich sind,
  • wie man sie pragmatisch erstellt und
  • wozu sie im Laufe eines Projekts gut sind

Man kann viel in Büchern lesen, aber viel besser geht’s natürlich mit einem guten Lehrer. Mein Lehrer war Bruce Anderson, der (wie viele vielleicht nicht wissen), durch einen Vortrag an der TOOLS-Konferenz 1990 Erich Gamma zu den Design Patterns inspirierte (History of Patterns). Ebendieser Bruce Anderson arbeitete Ende der 90-er Jahre bei IBM mit Alistair Cockburn zusammen, wie man Use Cases am praktischsten in IT-Projekten einsetzen könnte.

Daraus entstand das wohl beste Buch zu Use Cases: “Writing Effective Use Cases” von Alistair Cockburn (ISBN 0201702258).

Daraus entstand aber auch eine Schulung “Practical Use Case Modeling”, der Teil der IBM-internen Ausbildung für IT-Architekten war. Ich besuchte diese Schulung im Jahr 2002, ließ mich noch im selben Jahr selbst von Bruce Anderson zum Instruktor für “Practical Use Case Modeling” ausbilden und hielt von 2002 bis 2005 mehrmals pro Jahr IBM-intern diese Schulung. In den Jahren 2002 bis 2004 hielt ich Lehrveranstaltungen an der Universität Linz und Fachhochschule Hagenberg zu diesem Thema. Es folgten öffentliche Seminare und einige Schulungen vorort bei Kunden.