Boy, I’m really glad I influenced the world!

Donald Knuth
Donald Knuth, einer der größten Informatiker, hielt am 21.5.2013 einen Vortrag an der Uni Linz.

Die Welt beeinflusst hat er – aus Nicht-Informatiker-Sicht – durch sein Textsatzsystem TeX.

Aus Informatiker-Sicht natürlich durch seine Buchserie “The Art of Computer Programming” (an der er noch immer schreibt) – nur ist das zugegebenermaßen sehr schwere Lektüre.

Ein paar Zitate aus dem heutigen Vortrag:

  • “I came to Linz in order to learn how to finish my chapter on SAT. Linz is the world-wide centre of SAT solvers.”
    … eine Danksagung an Prof. Biere gleich zu Beginn seiner Rede.
  • “The future is in parallel programming. My experience is in serial. […] There is something about my brain that makes it good at serial computing, much less at parallel computing. […] I have absolutely no intuition about quantum computers.”
    … jede Zeit hat ihre Vorkämpfer und Gurus. Donald Knuth ist in vielen Gebieten Historiker und Vorkämpfer, d.h. er fasst den Stand der Wissenschaft perfekt zusammen und treibt ihn in Teilbereichen voran. Er hat bisher gut 40 Jahre dem “serial computing” gewidmet – gibt es wen, der zum Selben bei “parallel computing” im Stande ist?
  • “Figure out how not to be bored. When bored, then re-shape.”
    … mit dieser kleinen Technik treibt er sich seit vielen Jahrzehnten voran.
  • CWEB helped me to reduce debugging time a lot.”
    … sein Ansatz von Literate Programming, wo er schrittweise Zerlegung, Dokumentation und Quelltext ineinader verwebt, ist für ihn der perfekte Ansatz, um ohne lange Debugging-Zeiten voranzukommen (und nebenbei Bücher zu schreiben). Ich (und viele andere Praktiker) ersparen sich Debugging (fast zur Gänze) über Testgetriebene Entwicklung.
  • “I’m writing 250 pages per year. Less when the “pot is still boiling.”
    … wenn ein Gebiet noch stark im Fluss ist, geht’s langsamer voran, mit einer “normalen” Doktorarbeit wäre er wohl kein halbes Jahr beschäftigt 😉
  • “People always ask me how to solve these problems – and I don’t remember. That’s why I always put the answers to the exercises into my books.”
    … die sehr menschliche Begründung. Bei Tausenden Seiten akribisch formuliertem Text und bei Hunderten Beispielen ist es durchaus verständlich, dass auch er nicht alles im Kopf behalten kann.
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