Erste globale Karten von Sentinel-1

Bild: ©ZAMG/EODC

Das Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring (EODC) veröffentlicht die ersten globalen Abdeckungskarten von Sentinel-1.

Seit April 2014 umrundet der Erdbeobachtungssatellit Sentinel-1 der Europäischen Weltraumagentur (ESA) als erster Satellit des europäischen Erdbeobachtungsprogrammes Copernicus die Erde. Als Radarmission konzipiert, kann Sentinel-1 wetterunabhängig, tagsüber sowie nachts Bilder der Erde aufnehmen. Während seines Umlaufes nimmt der Satellit wissenschaftlich wertvolle Daten über Land und Wasser auf, die u.a. Anwendungen in den Bereichen Umwelt, Klimawandel und Naturgefahren unterstützen.

Datenempfang und -verarbeitung für zeitkritische Anwendungen

Die enormen Datenmengen, die dabei anfallen, können von gewöhnlichen Computern nicht gespeichert und verarbeitet werden. Zu diesem Zweck gründeten TU Wien, ZAMG, GeoVille, und Catalysts 2014 das Earth Observation Data Centre for Water Resources Monitoring (EODC), das sich zur Aufgabe gemacht hat, diese wertvollen Daten aufzubewahren und zeitnah zugänglich zu machen. Die Daten werden derzeit über den wissenschaftlichen Datenzugang von der ESA über die ZAMG bezogen und über eine eigene 10 Gigabit Anbindung von der ZAMG zur TU Wien transferiert. Anschließend werden sie mittels der EODC-Infrastruktur an der TU Wien prozessiert. Bereits 6,25 Stunden nach ihrer Aufnahme und 2,5 Stunden nach ihrer Prozessierung sind die Daten von Sentinel-1 am EODC verfügbar – ein enormer Vorteil für eine Vielzahl von Anwendungen, wie etwa in der Früherkennung von Naturkatastrophen oder der Seeverkehrssicherheit. In den nächsten Monaten wird durch die Umstellung des Datenzugriffs der ZAMG vom wissenschaftlichen Datenportal zu einem prioritären ESA Zugang die Verarbeitungsgeschwindigkeit und Datensicherheit weiter verbessert. Dadurch wird das EODC zu einer Top-Adresse für operative Erdbeobachtungs-Satellitenanwendungen.

Der globale Blick von Sentinel-1

Nun veröffentlichte das EODC die ersten Karten der globalen Abdeckung durch Sentinel-1-Daten. Die aktuelle Karte, welche von der TU Wien in Kooperation mit dem EODC am 31. August 2015 erstellt wurde, setzt sich dabei aus insgesamt 54.888 vertikal (VV) und horizontal (HH) polarisierten Aufnahmen zusammen.

Erste globale Abdeckung von Sentinel-1 (Quelle ZAMG/EODC)

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