Warum ich zu Catalysts ging…

Catalysts Update
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Den Entschluss bei Catalysts anzufangen fasste ich (Dominik Hurnaus) sehr spät, nachdem ich mich bereits mehrfach mit Christian [Federspiel] getroffen hatte. Natürlich stellte ich mir die Frage „Bin ich gut genug für Catalysts?“ – die meisten Leute bei Catalysts kannte ich und ich wusste, dass es sich um ein Team ausgezeichneter Entwickler handelte. Diese Frage beantwortete ich damit, dass Catalysts mir ohnehin kein Jobangebot gemacht hätte, wenn ich nicht gut genug wäre. Immerhin kannten sie ja meine Programmierleistungen von den letzten drei Catalysts Coding Contests an der JKU.

Andererseits stellte ich mir die Frage, ob die Entwickler bei Catalysts ein Team sind, zu dem ich passe. Ich führte daher den sogenannten Joel-Test für das Entwicklungsteam bei Catalysts durch: Der Joel Test (von Joel Spolsky) ermöglicht es, die Qualität eines Softwareteams zu messen. Er besteht aus 12 Fragen, auf die man ohne Umschweife mit Ja oder Nein Antworten kann. Je öfter ein Team mit Ja antwortet, umso höher ist dessen Qualität. Laut Spolsky erreichen die meisten Softwareteams 2 – 3 Punkte (d.h. die Teams können 2 -3 Fragen mit Ja beantworten). Nach ein paar Gesprächen mit Christian [Federspiel] und Christoph [Steindl] konnte ich bereits vor einer möglichen Vertragsunterzeichnung (halbwegs objektiv) feststellen, dass das Team 10 von 12 Punkten erreicht und daher eine äußerst hohe Qualität hat.

Wir verwenden ein Sourcecontrol-Werkzeug, können mit einem Befehl taskmind Kompilieren (incl. aller Clients für alle Plattformen), es gibt automatische Builds, Fehler werden (mit taskmind) zentral aufgezeichnet, wir haben eine aktuelle Releaseplanung, haben Zugriff auf alle benötigten Entwicklungswerkzeuge, es gibt bei uns dedizierte Tester, jeder mögliche neue Mitarbeiter stellt sein Programmierkönnen bei einem Programmierwettbewerb unter Beweis, und wir versuchen Usability-Probleme durch gegenseitiges Ausprobieren so früh wie möglich zu erkennen.

Am Ende war es aber das Bauchgefühl, das mich neben dem Ergebnis des Joel-Tests, dem familiären Umgang in der Firma und den monatlichen „Funtastic“ Team-Events davon überzeugte, ein Teil des Catalysts-Teams zu werden.

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Den Hinweis auf den Joel-Test finde ich super!

Wirkung bei mir: Er wies mich darauf hin, dass ich mir ruhig einen tollen Riesen-LCD zum Programmieren kaufen kann oder man die intuitiven “hallway usability tests” ganz bewusst einsetzen kann. Wo Unit Tests und Paper Prototypes nicht genug greifen (also bei mir in der GUI) konnte ich durch schmerzlosen vereinfachten Einsatz von “Specs” schon an Effizienz gewinnen.

Dass TDD nicht erwähnt wird, ist eine anderes Thema. ^^

—> “quiet working conditions”: Joel wirbt damit, dass jeder seiner Programmierer ein eigenes Büro hat und schildert bildhaft, wie ein Programmierer durch eine einfache Frage eines anderen Programmierers gestört wird und dadurch 15 Minuten Zeit verliert.

Es würde mich schon sehr interessieren, was die Catalysts da für Beobachtungen/Erfahrungen gemacht haben und Lösungen gefunden haben!

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Das mit den “quiet working conditions” hat schon was auf sich.
Bei einem aktuellen Kundenprojekt sitzen in einem Großraumbüro gut 20 Entwickler. Da wird man immer wieder abgelenkt, weil’s zu laut wird.

Bei uns (Catalysts Büro) ist es oft über längere Zeit ruhig (weil jeder arbeitet). Wenn wir was in kleinen Gruppen machen müssen, gehen wir in den Besprechungsraum oder sitzen in kleinen Grüppchen an einem Tisch bzw. vor einem Computer.

Prinzipiell muss man aber wirklich alles tun, um die ständigen Störungen zu reduzieren, d.h. sicher keine automatische Benachrichtigung wegen E-Mails, alle Popups über neu eingetroffene Skype-Chats usw.
In der Regel sind diese Unterbrechungen nämlich unwichtig. Und dass die wirklich wichtigen Ereignisse dennoch durchkommen / zugestellt werden, daran arbeiten wir gerade unter dem Titel “Smart Notification Queue”…

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